Immobilienfinanzierung durch Bausparsumme – wie hoch ist der Anteil?
Der Betrag über den der Bausparvertrag mit Vertragsunterschrift abgeschlossen und besiegelt wird, nennt sich Bausparsumme.
Die Bausparsumme bildet somit die Grundlage für die Festlegung der Abschlussgebühr, die monatlichen Tilgungsbeiträge und das Mindestsparguthaben, das für die Zuteilung des Bausparvertrages erforderlich ist. Sie setzt sich aus dem Bausparguthaben und dem Bauspardarlehen zusammen und wird ausgezahlt, wenn der Vertrag die Zuteilungsvoraussetzungen erfüllt. Die Summe fürs Bausparen kann während der Laufzeit des Vertrages, entsprechend der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Bausparkasse, erhöht, ermäßigt und geteilt werden.
Vorrangig richtet sich die Bausparsumme nach den individuellen Wünschen und Möglichkeiten des Bausparers – wie nach dem späteren Finanzierungsbedarf oder den persönlichen Sparmöglichkeiten. Von der Höhe der Summe hängt auch die Höhe des zinsgünstigen Bauspardarlehens ab: Das Bauspardarlehen wird in Höhe des Unterschieds zwischen Bausparguthaben (Bauspareinlagen) und Sparsumme gewährt.
Der Bausparvertrag dient der Immobilienfinanzierung – allerdings nur einer anteiligen Finanzierung. So sieht es der klassische Fall vor, denn die monatliche Belastung durch Zins und Tilgung wäre in einem anderen Falle viel zu hoch.
Die Faustregel sieht vor, ein Drittel der Finanzierung über die Bausparkasse zu tätigen. Doch im Zeitalter der Taschenrechner und Computer sollte man schon etwas genauer rechnen, da die Unterschiede in der Liquiditätsbelastung zu groß sind.
Des Weiteren gilt es darauf zu achten zuteilungsreife Bausparverträge abzuschließen, diese sind in der Höhe und dem Zeitpunkt fixierbar. Bei den zuteilungsreifen Bausparverträgen ergibt sich die Höhe des zinsgünstigen Bauspardarlehens in der Regel aus der Differenz zwischen der Bausparsumme und dem erreichten Sparguthaben.
Doch bevor der Vertrag abgeschlossen wird, sollte man sich reiflich überlegen, welche Summe eingezahlt werden soll.
Branchenüblich wird mit einer monatlichen Sparrate von 5 Promille der Summe fürs Bausparen gerechnet. Bei einer monatlichen Sparrate von 83 Euro entspräche das einer Summe von 16.600 Euro. Dabei wird kalkuliert, dass im Laufe von 7 Jahren 50 % der Bausparsumme angespart werden müssen, damit der Vertrag zuteilungsreif wird.
Wird die Bausparsumme deutlich höher angesetzt, verlängert sich entweder die Sparzeit oder man muss höhere monatliche Beiträge einzahlen. Da maximal 83 Euro monatliche Beiträge gefördert werden, würde sich im letzteren Falle die Rentabilität des Bausparvertrages verringern. Nicht nur hier empfiehlt sich, einen persönlichen Berater aufzusuchen.
