Immobilienmarkt Berlin

Der Immobilienmarkt in Berlin hat sich durch den Mauerfall komplett verändert. Berlin war schon in der Kaiserzeit die politische und kulturelle Metropole Deutschlands. Berlin wurde im 13. Jahrhundert gegründet und seither sind viele kleine Dörfer rundherum eingemeindet worden, was sich an den Bezirksnamen wie Schmargendorf, Wilmersdorf, Hermsdorf erkennen läßt. Die vielen stuckbesetzten, hochherrschaftlichen Häuser, die bei vielen Berlinern sehr beliebt sind, sind zur Jahrhundertwende entstanden. Mit viel Liebe und Geldaufwand müssen sie heute renoviert und restauriert werden, um die Bausubstanz zu erhalten. Vor allem die Keller sind hier besonders vom Verfall betroffen, da das Berliner Grundwasser sehr hoch liegt, was den Vorteil der hervorragenden Wasserversorgung der ganzen Region bietet, andererseits werden die alten Mauern der Häuser durch die Feuchtigkeit stark belastet. Diese Häuser aus der Jahrhundertwende bieten einen hohen Wohnkomfort, mit extrem dicken Mauer als Isolation gegen Kälte und Hitze. Die Deckenhöhe und großzügig geschnittenen Zimmer werden von vielen Berlinern zu Wohn- als auch zu Bürozwecken geschätzt. Das BerlinerZimmer im Mittelteil der Wohnung hat häufig noch einen alten Kamin und bietet sich als Familienzimmer an. Einige Räume gehen meist in den Seitenflügel hinein, diese Zimmer eignen sich hervorragend als Schlafzimmer, da sie zum Innenhof gehen und daher absolut ruhig sind, obwohl man mitten in der Großstadt lebt. Viele Neuberliner nutzen die Möglichkeit, nicht gleich eine Wohnung zu mieten, wenn sie in Berlin ankommen, sondern in einem möblierten Apartment Berlin unterzukommen, wovon es in der Stadt eine Menge Angebote gibt.
Durch den 2. Weltkrieg wurden allerdings viele dieser schönen Stuckgebäude zerstört, vor allem in der Innenstadt, und da die Menschen schnell eine Unterkunft brauchten, die auch nicht zu teuer sein durfte wurden, statt der alten Häuser die sogenannten 50iger und 60iger Jahre Häuser gebaut. Sie zeichnen sich durch meist kleine, enge Zimmer aus und wurden sehr rational ohne Stuck und Verzierung gebaut, was den Flair eines Stuckaltbaus nicht ersetzen kann. So sind diese Nachkriegsbauten bei den meisten Berliner zum Wohnen nicht besonders beliebt. Eine „Steigerung" dieser Bauweise sind die Plattenbauten im ehemaligen Ostteil der Stadt. Hier wurden riesige Betonburgen, womöglich mit Waschbetonplatten verkleidet, aus dem Boden gestampft. Hier ist der Leerstand heute besonders hoch, obwohl die Häuser teilweise aufwendig saniert wurden. Die Grundstruktur läßt sich nicht mehr verändern.
Die Wohn-Architektur der letzten 20 Jahre zeichnet sich wieder mit mehr Liebe zum Detail und Individualität aus. Die Baumaterialien sind aufwendig, denn die Konkurrenz zu den beliebten Stuckaltbauten ist eine große Herausforderung. So bleibt es abzuwarten, wie Berlin sein Gesicht täglich verändert.
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